Mehrperiodisches Ertragswertverfahren

Mehrperiodisches Ertragswertverfahren

Bei dem mehrperiodischen Ertragswertverfahren wird der Kaufpreis nach wirtschaftlichem Ertrag und Restnutzungsdauer der Immobilie bemessen. Die grundsätzliche Herangehensweise ist hier, dass eine Immobilie genauso viel wert ist wie der zukünftige Zahlungsstrom, der dem Eigentümer zufließt. Dementsprechend wird dann der Preis errechnet, für den sich der Erwerb einer Immobilie für den prognostizierten Zahlungszeitraum lohnt.

Das mehrperiodische Ertragswertverfahren bezieht sich, wie sich aus dem Namen bereits ableiten lässt, auf mehrere Zahlungsperioden. Damit diese verglichen werden können, müssen die zukünftigen Einnahmen auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst werden.

Dementsprechend werden zunächst die Roherträge für den Kalkulationszeitraum prognostiziert, die die Immobilie abwirft. Hiervon werden anschließend die Bewirtschaftungskosten abgezogen, um den Reinertrag pro Jahr zu erhalten. Diese Reinerträge werden dann mit einem Kalkulationszinssatz abgezinst.

Nun muss sich überlegt werden, wieviel die Immobilie am Ende des Prognosezeitraums noch wert ist. Dieser Wert wird ebenfalls auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst.

Die Summe aus den abgezinsten Reinerträgen und dem abgezinsten Restwert der Immobilie ergeben dann beim Fall des mehrperiodischen Ertragswertverfahrens den Ertragswert.