Kapitalisierungszinssatz

Kapitalisierungszinssatz

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Beim Kapitalisierungszinssatz handelt es sich um einen zusammengesetzten Zinssatz aus Basiszins und einem Risikozuschlag. Dies ist nicht zu verwechseln mit einem Basiszins, der im BGB geregelt ist. Beide müssen durch einen Vergleich der Opportunitätskosten ermittelt werden, sollten demnach die Rendite von den Alternativinvestitionen wiedergegeben werden.

Durch den Basiszins wird hierbei die Rendite einer risikofreien Alternativanlage angegeben. Der Risikozuschlag gibt seinerseits die Differenz an, die zwischen dem Basiszins sowie einer Rendite, welche bei einer riskanten Anlage durchschnittlich höhere Werte erzielt, liegt.

Diese für die Zukunft orientierte Unternehmensbewertung basiert auf diesem Konzept einer Kapitalmethode. Der Kapitalisierungszinssatz stellt somit einen zentralen Vergleichsmaßstab für die Beurteilung einer relativen Vorteilhaftigkeit einer Investition dar. Der Begriff „Bewerten“ bedeutet also in diesem Zusammenhang miteinander vergleichen.

Das Risiko für das zu bewertende Unternehmen kann zum einen über einen Abschlag der diskontierenden Sicherheitsäquivalenz-Methode oder aber über den Risikozuschlag auf die Zinszuschlags-Methode (Diskontierungszins) berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Bewertungspraxis werden regelmäßig die Zinszuschlagsmethoden verwendet. Des Weiteren kann zwischen den individualistischen und den marktmäßig objektivieren Eigenkapitalkosten (Alternativrenditen) unterschieden werden.