Transaktionen von Immobilien sprengen die 200-Milliardenmarke

Die bereits im Vorfeld optimistischen Voraussagen vieler Experten und Marktkenner wurde von der Realität deutlich übertroffen. Eine ganze Reihe an Ursachen wirkt sich auf Marktvolumen und Renditen aus. Das Wachstum wird nicht als Blase bewertet und konsolidiert sich in der Erwartung der Marktteilnehmer auf hohem Niveau. Noch ein bis zwei Jahre hält der Trend mutmaßlich an.

Einflüsse und Erfassung

Bei Ihrer Recherche zu den Transaktionsvolumina für Immobilien in Deutschland erhalten Sie unterschiedliche Zahlen und Werte. Allen gemeinsam ist allerdings der massive Aufwärtstrend, der viele Vorhersagen um bis zu 300 Prozent übertrifft. Erhebungsmethoden hängen stark von den Parametern und der Perspektive des Analysten ab. Eine weitreichend anerkannte und aussagefähige Bewertung kann mittels des Aufkommens von Grunderwerbssteuer erstellt werden. Die höchsten seit Aufzeichnung je erfassten Werte beziffern das gesamte Transaktionsvolumen im Jahr 2016 auf über 240 Milliarden Euro.
Mehrere Faktoren spielen zusammen. Eine Art „Unterfütterung“ bildet die Erbengeneration, die beweglicher und flexibler auf dem Markt agiert als ihre erblassenden Vorgänger. Politische und ökonomische Entwicklungen verlagern das Marktgeschehen sowohl funktional als auch geografisch. Typische Indikatoren sind überproportionale Zunahmen in Segment wie Logistik- und Handelsimmobilien, beispielsweise für den wachsenden Onlinevertrieb. Politische Veränderungen, wie der beabsichtigte und derzeit verhandelte Austritt Großbritanniens aus der EU, wirken sich in erster Linie auf Nachfragesituationen aus. Kommunale und regionale Steuerungselemente wie Gewerbesteuerhebesätze richten sich entweder auf schnelle Abschöpfung der Bewegungen aus oder dienen als Anreizelement.

Aufteilung und Segmente

Das Transaktionsvolumen teilt sich in sechs Untersegmente. Büroimmobilien machen, auch aus differierenden Quellen, die knappe Hälfte des Gesamtaufkommens aus. An zweiter Stelle folgt das Kauf- und Verkaufsvolumen für den Einzelhandel mit einer Teilhabe zwischen einem Viertel und einem Drittel. Hotellerie, Logistik, Wohnen und sonstige komplettieren das Marktgeschehen. Die vier „kleineren“ Parteien reichen je nach Region und gegebenenfalls Projektierung in unterschiedlichen Gewichtungen bis an die Marke von zwanzig Prozent heran. Die präzise Erfassung der Marktvolumina wird durch Mischimmobilien, wie Einkaufszentren mit Büro- und Einzelhandelskomplex, erschwert. Hier liegen für Sie als Entscheidungsträger, sowohl im institutionellen als auch privaten Markteintritt, große Chancen und Vorteile. Diversifizierungen werden den volatilen Markt noch ein ganzes Weilchen in Bewegung halten.

Aussichten und Perspektiven

Generell übertrifft die Nachfrage nach Immobilien das Angebot in Deutschland. Daher erhöht sich die Kapitalausstattung schneller als der Immobilienbestand. Die Preisspirale dreht sich immer schneller. Mittelfristig wird der innere Wert der Immobilien kaum noch Steigerungen erfahren, um die Renditen nicht vollends zu egalisieren. Einzelhandel und Logistik werden lediglich Marktanteile tauschen. Weniger eine Sättigung als eine natürliche Obergrenze wird das Transaktionsvolumen begrenzen und die Steigerungsraten abflachen oder stagnieren lassen. Finanzpolitische Instrumente wie Steueranpassungen und zukünftige Regelungen im Erb- und Schenkungsrecht werden das Transaktionsvolumen zusätzlich bremsen. Als Anleger und Käufer werden Sie wie viele andere Ihre Bewegungen, Umschichtungen und Veränderungen Ihrer Mittel am Markt auf ein Minimum reduzieren.